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Krankenhausgeschichten

Autor: LisaMarie | Datum: 21 März 2011, 11:21 | 20 Kommentare

Hier kommt also mal wieder ein Blogeintrag von mir und da ich in letzter Zeit hauptsächlich im Krankenhaus verbracht habe und gegen dies und jenes behandelt wurde, dachte ich, vielleicht schreibe ich einfach mal da drüber. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4


Hier in Butare gibt es also ein ganz gutes Universitäts-Krankenhaus. Ich bin dann also meist in der Inneren Medizin gewesen. Man kommt also zur Station, gibt sein Kärtchen mit Namen und Nummer ab und während die Krankenschwestern oder Pfleger die Kartei suchen bezahlt man schon einmal für die Konsultation. Da ich nicht mit einer ruandischen Versicherung versichert bin, bezahle ich die vollen 100%. Die ruandische Versicherung übernimmt theoretisch 85%, dennoch denke ich, dass die meisten Leute dennoch nicht das Geld haben, ins Krankenhaus zu gehen und sich behandeln zu lassen, auch wenn sich diese Kosten dann auf umgerechnet nur wenige Cents belaufen.

Wenn also bezahlt und die Kartei gefunden ist, bekommt man sein Kärtchen wieder und die Kartei wird zum Arzt gebracht. Dann wartet man einfach so lange, bis man aufgerufen wird, was in meinem Fall teilweise schon abenteuerlich ist, da nicht viele Menschen mit meinem Namen zurechtkommen, der so wenig ruandisch ist und somit muss ich manchmal drei oder viermal aufgerufen werden, damit ich weiß, dass ich gemeint bin.

Meist habe ich keinen Extrabonus für meine Hautfarbe. Nur einmal kam der Chef des Krankenhauses und hat mich persönlich behandelt. In anderen Fällen trifft man entweder einen Junior-Doktor oder einen Seniordoktor. Diese hören sich dann geduldig die Symptome an und übersenden einen dann zur nächsten Stelle, wo der Verdacht des Arztes überprüft werden kann, Ultraschall, Röntgen oder Labor. Die jeweiligen „Proben“ werden dann auch im Labor direkt genommen, bzw. abgegeben. Bezahlt wird auch für die jeweiligen Tests direkt an der entsprechenden Test-Stelle. Dann schickt die jeweilige Stelle die Resultate an den Arzt.

So muss man also auf jeden Fall noch einmal kommen und mit den entsprechenden Resultaten zu einem Arzt gehen (meist ist es leider nicht der, mit dem man vorher gearbeitet hat), noch einmal ein paar Stunden warten und dann mit dem Rezept zur Apotheke gehen und die jeweiligen Medikamente abholen. Meist sind die Tabletten dabei in großen Pötten und Schachteln und werden dann abgezählt in ein Plastiktütchen gesteckt und auf’s Plastiktütchen wird dann geschrieben, wie die jeweiligen Tabletten einzunehmen sind (1-1-1 bedeutet dann z.B. morgens, mittags, abends).

Viele der Tabletten sind dann auch sehr schön kunterbunt, wenn die Schmerztabletten aussehen wie pinke Smarties, die Antibiotika orange-rot sind und die Wurmkur aussieht wie Kaugummis, lässt sich der Schmerz auch per se besser aushalten.

Inzwischen geht es mir jetzt auch wieder ziemlich gut, außer einer Erkältung, die sich aufgrund der gerade angefangenen Regenzeit und der damit verbundenen „Kälte“ bisher hartnäckig hält.

Ich hoffe, euch geht es gut!

Allerliebste Grüße!

Lisa

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